Parkraum-Management · Konzeption · Technik
Parken Kompakt 2017

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Dr. Franz Krappel tritt in Ruhestand

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Stuttgarter wollen sich dem Wettbewerb stellen

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GeldKarte: Zuwächse am Automaten und in der Kantine

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In Rekordzeit zum schallgeschützten Parkhaus

Auf dem Werksgelände von Mercedes Benz in Bremen errichtete die Köster GmbH ein Parkhaus. Hier finden 2.050 Pkw auf sieben Geschossen Platz.   Foto: Köster

Auf dem Werksgelände von Mercedes Benz in Bremen errichtete die Köster GmbH ein Parkhaus. Hier finden 2.050 Pkw auf sieben Geschossen Platz. Foto: Köster

In der Automobilfabrik von Mercedes-Benz in Bremen gehen seit rund 35 Jahren Limousinen, Sport- und Geländewagen vom Band. Wer sein Traumauto hier bestellt, kann es gleich nebenan im Kundencenter abholen. Bis dahin steht der Neuwagen sicher in einem Parkhaus, das in nur sieben Monaten schlüsselfertig von der Köster GmbH realisiert wurde. Mit einem besonderen Schallschutz, um Lärmemissionen zu minimieren.

Auf dem Werksgelände von Mercedes-Benz in Bremen herrscht reger Verkehr. Autos rollen vom Band, werden rangiert und abgeholt. Mitarbeiter fahren vor und parken ein. Doch trotz der vielen Verkehrsbewegungen fallen Lärmemissionen auf dem Gelände nur gering aus, denn Neuwagen und Mitarbeiterfahrzeuge steuern direkt das angrenzende Parkhaus an, das über einen besonderen Schallschutz verfügt. Insgesamt finden 2.050 Pkw auf sieben Geschossen Platz. Das Kompetenz-Center KÖSTER-PARKING der Osnabrücker Köster GmbH realisierte das Parkhaus in nur sieben Monaten. Ebenfalls zum Auftrag der Köster GmbH gehörte die Erstellung der kompletten Außenanlagen.

Anwohner schützen

Die Köster GmbH stattete das Parkhaus mit speziellen Schallschutzwänden aus, um Emissionen zu minimieren und Anwohner vor Motorenlärm zu schützen. Foto: Köster

Die Köster GmbH stattete das Parkhaus mit speziellen Schallschutzwänden aus, um Emissionen zu minimieren und Anwohner vor Motorenlärm zu schützen. Foto: Köster

„Das Werksgelände grenzt an ein Wohngebiet an“, erläutert Dipl.-Ing. Carsten Hollmann, zuständiger Projektleiter der Köster GmbH. „Daher sah das vorliegende Lärmgutachten besondere Schallschutzmaßnahmen vor, die Emissionen minimieren und Anwohner schützen sollen.“ Um diese Vorgaben einzuhalten, realisierte die Köster GmbH eine komplett geschlossene Dachkonstruktion, anstatt eines offenen Parkdecks, und integrierte zusätzliche Fassadenelemente. „Wir haben beispielsweise auf einer Giebelseite die Fassade mit Akustik-Kassetten erstellt. Sie haben den Vorteil, dass sie Schall absorbieren. Auf diese Weise verhindern diese Fassadenelemente, dass die Motorengeräusche ins Freie gelangen“, so Carsten Hollmann. Zusätzlich stattete die Köster GmbH das Gebäude in Teilbereichen mit abgehängten Decken aus. Dazu montierte sie unterhalb der Betondecken sogenannte Schallschluckplatten, die Geräusche weitgehend absorbieren. Die Fassade realisierte KÖSTER-PARKING mit Doppelstahlmatten, ausgestattet mit integriertem Anprallschutz. Auf diese Weise entfiel eine herkömmliche Sicherung der ein- und ausfahrenden Pkw durch Leitplanken.

Ambitionierte Bauzeit

KÖSTER-PARKING, das Kompetenz-Center der Köster GmbH, realisierte das Parkhaus.    Foto: Köster

KÖSTER-PARKING, das Kompetenz-Center der Köster GmbH, realisierte das Parkhaus. Foto: Köster

Eine weitere Herausforderung stellte die ambitionierte Bauzeit dar. Carsten Holmann: „Wir haben den Auftrag im August 2011 bekommen und beinahe direkt losgelegt. Übergabe war schon im Februar 2012.“ In drei Kolonnen erstellte die Köster GmbH mit bis zu 100 Mitarbeitern gleichzeitig die drei Bauteile des Parkhauses. „Wir haben den gesamten Bauprozess in identische Bausteine gegliedert und parallel ausgeführt. Dadurch war es möglich, das Parkhaus termingerecht zu übergeben“,  betont Carsten Hollmann. Da auf jedem Stockwerk immer die gleichen Decken- und Wandelemente verarbeitet wurden, ließ sich der Bauprozess leicht rationalisieren und optimal steuern. Dafür stand den Bauspezialisten das Köster-Prozess-System® zur Verfügung, das alle Instrumente eines perfekten Projektmanagements enthält. Es sicherte zudem den reibungslosen Bauablauf, der trotz aufwendiger Baustellenlogistik in jeder Bauphase gewährleistet war. „Es gab nur zwei Zufahrten. Bei der enormen Menge an Beton und Stahl, die wir in kurzer Zeit verbaut haben, war es erforderlich, jede einzige Lieferung exakt zu terminieren“, sagt Carsten Hollmann. „Wir haben in Bremen allein 1.500 t Konstruktionsstahl verarbeitet.“

Weitere Informationen: www.koester-bau.de