Parkraum-Management · Konzeption · Technik
Parken Kompakt 2017

Komplettpakete für alle Fälle

Die Digitalisierung verlangt auch in der Parken Branche immer stärker nach neuen Lösungen. Im Interview mit Parken aktuell erklärt Frank Horak, ...

Mit smarten Lösungen die Pendler der Zukunft im Visier

An einer aktuellen Studie von Xerox nahmen rund 1.200 junge Menschen der Generation Z, also die 18- bis 24-Jährigen, in ...

Aussichtsreicher Start ins Jahr 2012

Die Dortmunder ICA Chipkartensysteme GmbH & Co. KG startete erfolgreich ins Jahr 2012. Mit Wirkung zum 1. Februar wurde eine ...

APCOA PARKING verstärkt den Vertrieb

APCOA PARKING Holdings in Stuttgart hat zum Jahresanfang Jörg Ulrich als Head of Strategic Sales gewonnen. Der 37-jährige Vertriebsprofi  kommt ...

SCHNEIDER INTERCOM heißt jetzt Commend

Die SCHNEIDER INTERCOM GmbH trägt der zunehmenden Internationalisierung des Unternehmens Rechnung und hat ihre Organisationsstruktur angepasst. Ab 1. April 2011 ...

Erster Platz für die Vitihof-Garage

Im aktuellen Parkhaustest des ADAC schneidet die Vitihof-Garage in Osnabrück am besten ab. Die 1991 eröffnete Tiefgarage mit 259 Parkplätzen ...
 
 
 
 
 

Was kann welche App?

Auf dem Markt existieren viele Apps, die das Parken auf der Straße und in Parkhäusern erleichtern sollen. Sie sollen dem Kunden nutzen und dem Parkhausbetreiber Vorteile verschaffen. Wir haben uns einige Apps – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – heruntergeladen und sie auf Nutzen und Bedienfreundlichkeit hin geprüft.

Wer auf dem Smartphone den Begriff Parken in das Suchfeld des App-Stores eingibt, findet zunächst einmal allerhand Spiele. Zwischen den Apps wie „Virtuelles Auto parken“, „Parken – Car Simulator“ oder „Betrunken Parken“ finden sich jedoch auch Programme, die für die Suche nach Parkplätzen mit dem Smartphone konzipiert wurden. Parkhausbetreiber versuchen damit, neue Kundenkreise zu erschließen oder bestehende Kundenbeziehungen zu festigen. Autofahrer haben die Qual der Wahl, können sich jedoch viele nützliche Informationen auf ihr Smartphone holen und sich bei ihrer Park-Entscheidung unterstützen lassen.

Off-Street-Parken: Betreiber-Apps
Mit der App ins Parkhaus – das ist vor allem in großen Städten möglich. Nahezu jeder größere Parkhausbetreiber bietet eine kostenlose App an, die potenziellen Parkhauskunden Informationen über die eigenen Häuser zur Verfügung stellt.

Die App der Würzburger Stadtverkehrs-GmbH

Die App der Würzburger Stadtverkehrs-GmbH

Die Würzburger Stadtverkehrs-GmbH (WVV) betreibt Parkhäuser in ganz Deutschland. In der App gibt es eine lange Liste der Städte, in denen die WVV ein oder mehrere Parkhäuser betreibt. Beliebte Parkhäuser lassen sich als Favoriten kennzeichnen. Sehr detailliert ist in dieser App die nähere Beschreibung der Parkhäuser, in der es oft nicht nur Informationen zu den Parkhäusern an sich, sondern auch Beschreibungen der benachbarten Center gibt. Zudem besteht die Möglichkeit, die Parkhäuser nach verschiedenen Kriterien zu filtern, wie zum Beispiel E-Tankstelle, öffentliche Toiletten oder aber auch nach Fahrzeughöhe oder Gewicht. Der integrierte „Car Finder“ hilft dabei, den eigenen Parkplatz wieder zu finden. Hierfür kann sich der Nutzer Notizen zum Standort machen und die Stellplatznummer abfotografieren. Für die Entwicklung dieser App zeichnet sich die ilogs informations logistics GmbH verantwortlich.

Vom selben Entwickler stammt die App der Osnabrücker Parkstätten Betriebsgesellschaft mbH. Die Funktionen und Informationen gleichen denen der WVV-App.

Detaillierte Informationen zu fast 700 Parkhäusern beziehungsweise Parkeinrichtungen in ganz Europa liefert die Parkplatz-App der Contipark- und Interparking-Gruppe. Unter anderem lassen sich Öffnungszeiten und Parkentgelte der gelisteten Häuser abfragen. Durch die Eingabe der Stellplatznummer hilft die App dem Anwender, sein Auto später wiederzufinden.

Die App der Mannheimer Parkhausbetriebe

Die App der Mannheimer Parkhausbetriebe

Auch die Mannheimer Parkhaus-betriebe informieren ihre Kunden über eine App. Darin werden 24 Parkhäuser der Mannheimer Parkhausbetriebe aufgelistet. Angezeigt wird die Anzahl der gesamten und der freien Stellplätze sowie die Entfernung vom aktuellen Standort bis zum Parkhaus. Ein Klick auf ein Parkhaus gibt zusätzliche Informationen über die Tarife, die Anzahl der Frauen- und Behinderten­park­plätze sowie die Einfahrtshöhe. Zusätzlich beinhaltet die App einen Reiter „Aktuelles“. In unregelmäßigen Abständen werden hier Neuigkeiten über Sperrungen, Störungen, News und Events veröffentlicht. Entwickelt wurde die App von den Mannheimer Parkhausbetrieben selbst, technisch realisiert von der ebenfalls in Mannheim ansässigen Onwerk GmbH.

Die App der APAG

Die App der APAG

Die App der APAG (Aachener Parkhaus GmbH) erleichtert in Aachen das Parken. Übersichtlich wird angezeigt, wie viele Plätze in den einzelnen Parkhäusern derzeit frei sind und – als praktisches Zusatz-Feature – wie sich der Belegungstrend entwickelt. Zu der App der Aachener Parkhaus GmbH gibt es die kostenlose Nupsi 2.0-App, die das kontaktlose Ein- und Ausfahren ohne Anstehen am Kassen­automaten in den teilnehmenden Parkhäusern in Aachen ermöglicht.

In Köln kann der Autofahrer mit der offiziellen App der Stadtverwaltung freie Parkplätze finden. Mit einem Klick auf die aktuelle Verkehrslage bekommt der User zugleich Informationen über Baustellen, Umweltzonen und eben auch Parkhäuser in der Innenstadt. Die Farben rot, gelb und grün zeigen auf den ersten Blick die Belegung an, dazu gibt es Infos über die freien Stellplätze. Mit einem Klick auf das gewünschte Parkhaus gibt es zusätzliche Infos wie Adresse, Preise und Öffnungszeiten.

Die App der Stadtverwaltung Köln

Die App der Stadtverwaltung Köln

Betreiberunabhängige Apps
Gerade in Großstädten gestaltet sich die Parkplatzsuche für Ortsfremde oftmals schwierig. Nicht nur die städtischen Betriebe, auch andere Entwickler haben sich deshalb auf das Programmieren von hilfreichen Apps spezialisiert.

ParkDa

ParkDa

Dem Nutzer bietet sich mit der ParkDa – Parken in Deutschland-App die Möglichkeit, nach einer Adresse oder einer Lokalität zu suchen und sich Parkhäuser im Umkreis anzeigen zu lassen. Auch Park­möglich­keiten in der unmittelbaren Umgebung werden angezeigt. Sortiert sind die Park­möglich­keiten entweder nach der Entfernung zur gesuchten Adresse oder zum aktuellen Standort des Nutzers. Parkhäuser lassen sich auch auf einer Karte anzeigen. Ampelfarben symbolisieren den aktuellen Status der Auslastung. Ein weiterer Klick auf ein ausgewähltes Parkhaus zeigt zusätzliche Informationen. Besonders anwenderfreundlich: Per einfachem Tipp auf die Taste „Navigation“ kann sich der Nutzer bequem über Google Maps zum Parkhaus seiner Wahl navigieren lassen – zumindest in der getesteten Android-Version.

parkpocket

parkpocket

Mit parkpocket werden Autofahrer in Echtzeit über freie Parkplätze in teilnehmenden Parkhäusern informiert: Je nach Objekt werden mehr oder weniger Details angezeigt, darunter Preise, Öffnungszeiten oder auch freie Elektroladestationen. Ebenfalls enthalten: eine Navigationsfunktion zum gewünschten Parkhaus. Mit dem Preiskalkulator lässt sich der Parkpreis je nach Parkdauer anzeigen, vorausgesetzt die Tarife des jeweiligen Objekts sind hinterlegt. Seine Daten bezieht parkpocket nach eigenen Angaben direkt von Kooperationspartnern wie Städten, Kommunen und Parkhausbetreibern. parkpocket möchte seinen Partnern über die eigene App sowie über die Einbindung in andere digitale Services und Connected-Car-Lösungen ermöglichen, Autofahrer unmittelbar bei der Parkplatzsuche zu erreichen, so das erklärte Ziel des jungen Unternehmens. Durch die Integration in das parkpocket-System biete das Unternehmen Parkbetrieben neue Formen der Online-Vermarktung und generiere einen Mehrwert über die bereitgestellten Daten.

Parkmobile

Parkmobile

Mit Parkmobile kann der Kunde auf Basis seines GPS-Standorts parken. Die App wählt automatisch die nächstgelegene Parkuhr aus und sucht den kürzesten Weg zum Parkplatz. Gestartet und beendet wird der Parkvorgang mit dem Smartphone. Darüber hinaus lassen sich Parkzonenfavoriten anlegen, verwalten und personalisieren. Die Parkgebühren werden im Nachhinein auf monatlicher Basis bezahlt.

Über die reine Parken-App hinaus reicht das RFID-basierte System von evopark. „Einfach und günstig Parken“ hat sich das Serviceunternehmen evopark auf die Fahnen geschrieben. In den Städten Düsseldorf, Koblenz und Hamm hat evopark bereits eine Anzahl von Parkhäusern seiner Betreiberpartner an das Parkhausnetzwerk angeschlossen und konnte zeigen, dass dieses neue System digitalen Parkens in der Praxis funktioniert.

Das Smartphone zeigt freie Stellplätze an, die Schranken öffnen sich automatisch und der Weg zum Kassenautomaten ist überflüssig, da die Gebühren einmal monatlich abgebucht werden. Kernstück des Services ist ein RFID-Chip, den der Autofahrer im Scheckkartenformat kostenlos von evopark erhält. Im Auto mitgeführt, ermöglicht er eine zügige und berührungslose Schrankenöffnung bei Ein- und Ausfahrt, ohne das Seitenfenster zu öffnen. Dank leicht integrierbarer Schnittstellen lasse sich das System in die bestehende Infrastruktur installieren. Dazu habe die Zusammenarbeit mit Scheidt & Bachmann und SKIDATA beigetragen.

Kontaktlos Bezahlen, berührungsloses Einfahren ins Parkhaus und Parkgutschriften sammeln: evopark ist mehr als eine reine Parken-App.

Kontaktlos Bezahlen, berührungsloses Einfahren ins Parkhaus und Parkgutschriften sammeln:
evopark ist mehr als eine reine Parken-App.

In diesem Jahr plant evopark, weitere 60 Parkobjekte in mehr als 25 deutschen Städten mit dem neuen Service auszustatten. Für den weiteren Rollout des inzwischen mit zahlreichen Preisen gewürdigten Systems konnten weitere Partner gewonnen werden, darunter B+B, GOLDBECK Parking Services und Q-Park.

Die raschere Ein- und Ausfahrt ist attraktiv für die Parkhauskunden, die bargeldlose Bezahlung bietet dem Betreiber signifikante Kostenvorteile. Das Konzept kommt laut evopark an: Gut eine Woche nach dem Start in Koblenz seien bereits die ersten 1.000 Kunden vom neuen System überzeugt. Beim Marketing fokussiert evopark auf Kooperationspartner vor Ort. Kunden im Raum Düsseldorf beispielsweise erhalten beim Abschluss einer Versicherung bei der AXA ein Parkguthaben von 30 Euro. In Koblenz profitieren Abonnenten der Rheinzeitung durch einen Mitgliedervorteil. Parkhausbetreiber können auf diese Weise neue Kundengruppen erschließen, welche die angeschlossenen Parkobjekte zum Teil erstmals kennenlernen. Zudem profitieren Autofahrer und Betreiber vom ebenfalls durch evopark gemanagten Kontakt zum Einzelhandel und der Gastronomie, denen durch verbesserte digitale Technik eine wirksame Möglichkeit eröffnet wird, ihren Kunden Parkgutschriften zu offerieren. So arbeite evopark schon heute mit großen Ketten wie Douglas, Galeria Kaufhof oder INTERSPORT, aber auch vielen inhabergeführten Läden zusammen. Aktuell nutzten bereits zehn Prozent der Kunden die Rabattierung durch evopark-Partner.

ParkTAG

ParkTAG

On-Street-Parken
Die App ParkTAG zeigt frei werdende Stellplätze an, die von anderen Nutzern gemeldet wurden – grüne Stellplätze werden in Kürze frei; graue Stellplätze sind bereits frei geworden. Im Gegensatz zu ähnlichen Diensten basiert diese Parkplatzvermittlung auf dem Prinzip des „Social Parking“. Nicht nur die App ist kostenlos, ebenso fallen für die Vermittlung der Stellplätze keine Gebühren an.

Die Software funktioniert mit einem speziellen Algorithmus, der vorhersagt, wann ein Fahrer voraussichtlich eine Parklücke verlässt. Dafür werden Daten diverser Sensoren berücksichtigt, die sich am Smartphone eines Nutzers befinden. Es wird erfasst, ob sich die Höhe verändert, auf der sich das Smartphone gerade befindet, und ob die Verbindung zum heimischen WLAN abbricht. Kombiniert werden diese Messdaten mit Verhaltensmustern der Nutzer. Im Gegensatz zu anderen Apps zeigt ParkTAG alle Stellplätze am Straßenrand – sowohl öffentliche als auch private. Je mehr User mitmachen, desto mehr Plätze können gezeigt werden, so der Ansatz der App-Macher.  Problematisch daran: Nutzer der App sind nicht dazu verpflichtet, die Lage ihres Parkplatzes mit anderen zu teilen. Dennoch können sie von den Angaben anderer profitieren.

Die App Parkonaut funktioniert ähnlich wie ParkTAG. Der gravierende Unterschied: Für das Melden eines freien Parkplatzes gibt es Punkte, mit denen der Nutzer dann bezahlen kann, wenn er selbst einen Parkplatz sucht.

Das Sharing-Prinzip liegt auch der App ampido zugrunde. Sie zeigt öffentliche und private Parkplätze in der Nähe an. Der Clou: Auch Privatleute können ihren Parkplatz, die eigene Einfahrt oder ihre Garage anbieten und einen individuellen Preis für die Vermietung festlegen. Wer einen Parkplatz sucht, kann sich unterwegs oder von zuhause den nächsten Parkplatz in der Nähe des Zielorts anzeigen lassen. Es besteht die Möglichkeit, vorab für einen bestimmten Zeitraum zu reservieren. Die Zahlungsabwicklung läuft über ampido, die als Vermittler vom Parkplatzanbieter eine Provision in Höhe von 30 Prozent verlangen.

Ein anderes Ziel verfolgt smartparking. Auf der PARKEN 2015 in Berlin wurde die wettbewerbs­übergreifende Plattform als Initiative zur Förderung digitaler Parkraumbewirtschaftung erstmals präsentiert, deren Hauptaugenmerk auf dem bargeldlosen Bezahlen von Parkgebühren liegt. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die Anbieter EasyPark, Parkmobile, ParkNow und Mobile City. smartparking unterstützt Städte und Gemeinden bei der Einführung von Lösungen für das bargeldlose Parken. Der User kann mithilfe der smartparking-App Parkzonen suchen, sein Kennzeichen eintippen und mittels App die geplante Parkzeit einstellen. Die Kleingeldsuche entfällt, bezahlt wird via App, SMS oder per Anruf.

Von sunhill technologies aus Erlangen stammt die App TraviPay. An über 100 Standorten in Deutschland können Autofahrer mit dem Smartphone einen Parkschein ziehen. Das Ticket kann aus der Ferne verlängert werden. TraviPay lotst den Autofahrer zum nächstgelegenen Parkplatz oder Parkhaus. Wenn der Parkplatzbetreiber das TraviPay-System unterstützt, lässt sich das Ticket direkt per App kaufen. Bezahlt wird über den Mobilfunkanbieter per Rechnung oder Prepaid-Guthaben. Wer sich anmeldet, kann auch per Lastschrift oder Kreditkarte bezahlen oder vergangene Transaktionen einsehen. Für jedes Ticket kann eine Quittung heruntergeladen werden. Auch den Standort des Autos merkt sich die App. Vor der ersten Nutzung ist eine Aktivierung mit der Telefonnummer und Anbieterauswahl nötig.

Für den Bundesverband Parken e.V. sind die Parken-Apps ein wichtiges Thema. Der Verband gab dazu eine Studie bei der Frankfurt University of Applied Science in Auftrag. Bei der Fachtagung am 16. Juni in Lübeck sollen die Ergebnisse vorgestellt werden.

 



Mit dem Handy den besten Weg finden

Bus und Bahn, Carsharing oder Taxi: Mobilitäts-Apps fürs Smartphone suchen das beste Verkehrsmittel für den Weg von A nach B. Sie kombinieren auch verschiedene Mobilitätsformen, um den schnellsten oder günstigsten Weg zu finden.

Dieses Ziel hat sich auch die App Qixxit auf die Fahne geschrieben. Die App ist übersichtlich gestaltet und intuitiv aufgebaut. Der User gibt Start und Ziel der geplanten Reise ein, und Qixxit macht Vorschläge zum optimalen Mix aus allen Verkehrsmitteln. Bei Bedarf können bestimmte Verkehrsmittel auch ausgeschlossen werden. Angezeigt werden die anfallenden Kosten, die Reisedauer und auf Wunsch auch der CO2-Ausstoß. Bahnfahrten können über die App direkt gebucht werden. Kein Wunder: Hinter Qixxit steht als Anbieter die DB Vertrieb GmbH.

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Autorin: Heike Schmickler, Redakteurin Parken Aktuell