Parkraum-Management · Konzeption · Technik
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City-Parkhaus mit Wohnkrone erhält frisches PMMA-Outfit

Die außergewöhnliche Funktions­erweiterung eines der ältesten Parkhäuser in Hannover umfasste auch die Aufwertung seines inneren Erscheinungsbildes. Somit kann man im Parkhaus nicht nur parken, sondern darüber hinaus auf dem Parkhausdach in zwölf hochwertigen Appartements wohnen. Das unter diesen Appartements gelegene Parkhaus mit dem bis dato dunklen Asphalt erhielt einen neuen, attraktiv hell gestalteten Fahrbelag – aus dem Hause WestWood.

Das im Eigentum der union-boden GmbH stehende Parkhaus „Windmühlenstraße“ wurde 1964 in Betrieb genommen. Im Zuge der anstehenden Sanierung und Modernisierung sollten die Parkhausfassade sowie die Park- und Fahrflächen erneuert, der Eingangsbereich des Parkhauses kundenfreundlicher umgestaltet, der Bürotrakt erweitert und auf dem obersten Geschoss des Parkhauses eine Wohnbebauung errichtet werden.
Städtebaulich setzt sich die Aufstockung formal von der vorhandenen Parkhausstruktur durch eine Schattenfuge ab. Dazu entsteht durch den Wechsel von Terrassen und Baukörpern der Eindruck einer „Krone“. Als unkonventionelles Projekt liefert es einen Baustein zur funktionsdurchmischten Innenstadt.Errichtet wurden zwölf hochwertige Mietwohnungen mit Nutzflächen zwischen etwa 50 Quadratmeter und 110 Quadratmeter, die barrierefrei über einen neuen Aufzug erschlossen werden. In die Appartements gelangt man über ein Foyer und einen zentralen, landschaftlich gestalteten Innenhof. Zu jeder Wohnung gehört auch eine private Terrasse. Nach dem Baubeginn im Mai 2015 gingen die Baumaßnahmen planmäßig voran, sodass die Wohnungen Anfang. Juni 2016 bezogen werden konnten. Die Baukosten beliefen sich auf 7,7 Millionen Euro.

Herausforderungen der Fahrbelag-Sanierung
Unter den neuen Wohnungen können Kunden auf ca. 250 Stellplätzen im 24/7-Service parken. Bei der Sanierung der ca. 8.000 m2 großen Parkflächen galt es, folgende maßgeblichen Anforderungen zu lösen:

1. Der Einbau des mechanisch hoch beständigen Oberflächenschutzes musste bei laufendem Betrieb und auch während der Wintermonate geschehen.
2. Kritische Detailanschlüsse im gesamten Parkhaus mussten dauerhaft sicher abdichtet werden.
3. Die dunklen Asphaltflächen sollten hell gestaltet werden.

Die Ausführung übernahm der regionale Fachverleger „Großmann & Stühmeier GmbH“, da dieser unter anderem über die notwendige Erfahrung verfügt, solch umfangreiche Projekte reibungslos und professionell abzuwickeln.

Bei uneingeschränktem Betrieb
Da ein Schließen des Parkhauses nicht in Frage kam, mussten die umfangreichen Baumaßnahmen parallel zum laufenden Verkehr abgewickelt werden. Der Durchfahrtsverkehr im Parkhaus wurde so umgeleitet, dass bahnenweise erst Stellflächen und anschließend Fahrflächen saniert wurden. Diese Teilflächen gehen durch die unterschiedliche Farbgebung in ein harmonisches Gesamtbild über. Auf den „Nadelöhren“ des Parkhauses – den Rampen – wurde auch in der Nacht gearbeitet. Durch diese betriebsunterstützende Organisation konnte sichergestellt werden, dass den Kunden gut 80 Prozent aller Stellplätze stets zur Verfügung standen.

Sommer wie Winter
Die vom Juli 2015 bis Februar 2016 durchgeführten Verlegearbeiten des Wecryl Beschichtungssystems wurden nur in der Adventszeit unterbrochen. Das bedeutete, dass auch in den kalten Wintermonaten die Arbeiten fortgeführt werden mussten, um den Fertigstellungstermin einzuhalten. Hier lag der ausschlaggebende Systemvorteil des Flüssigkunststoffs auf Basis von PMMA-Harzen: die hohe Temperaturunabhängigkeit. So war es möglich, bei Temperaturen von bis zu -5°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von bis zu 90 Prozent verarbeitungssicher zu beschichten.

Werterhaltung der Substanz
An allen Detailanschlüssen stand Sicherheit an erster Stelle. Daher kam hier ein dauerhaft sicheres Abdichtungssystem mit Vliesarmierung zum Einsatz. So dichteten die Fachverleger unter anderem Säulen, Bodenabläufe und Wandaufkantungen mit folgenden Arbeitsschritten ab: PMMA-Harz wurde satt vorgelegt, in die flüssige Masse das zugeschnittene Vlies eingearbeitet und dann nass in nass mit dem gleichen Harz gesättigt. Das Vlies stellt sicher, dass die Schichtdicke stets den Anforderungen entspricht und verleiht dem Abdichtungssystem die rissüberbrückende Eigenschaft.

Neues, attraktives Outfit
Nach dem Grundieren des kugelgestrahlten Asphalts und dem Ausgleichen von Fehlstellen und Vertiefungen kam der etwa 2 mm dicke Strukturbelag zum Einsatz. Durch das Abrollen der frisch aufgebrachten Schicht entstand eine sowohl gleichmäßige als auch höchst abriebfeste Oberfläche mit einer Rutschfestigkeitsklasse R13. Das Versiegeln der Fläche mit einem PMMA-Finish lies die Farben intensiv zur Geltung kommen und erleichtert das Reinigen der Flächen. Als abschließende Gestaltungsmerkmale erhielten die Übergänge zum Treppenhaus auffällige Blockstreifen in Verkehrsrot und die speziellen Stellplätze der Elektro-Tankstelle im OG1 wurden passend in Grün abgesetzt.

Seit dem 1. Juni 2016 wird auf dem Parkhaus Windmühlenstraße in Hannover nicht nur geparkt, sondern auch gewohnt.

Seit dem 1. Juni 2016 wird auf dem Parkhaus Windmühlenstraße in Hannover nicht nur geparkt, sondern auch gewohnt.

 

Durch gute Organisation und abschnittsweise Verlegearbeiten standen den Kunden stets gut 80% aller Stellplätze zur Verfügung.

Durch gute Organisation und abschnittsweise Verlegearbeiten standen den Kunden stets gut 80% aller Stellplätze zur Verfügung.

 

Auffällige Blockstreifen in Verkehrsrot weisen den Weg zum Treppenhaus.

Auffällige Blockstreifen in Verkehrsrot weisen den Weg zum Treppenhaus.

 

WestWood lieferte den hellen und robusten Oberflächenschutz aus PMMA.

WestWood lieferte den hellen und robusten Oberflächenschutz aus PMMA.

 

Die grün abgesetzte Fläche für die Elektrotankstelle im ersten Obergeschoss fällt ebenfalls sofort ins Auge.

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