Parkraum-Management · Konzeption · Technik
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Das Parkhaus als Elektrotankstelle

Die Erreichbarkeit aller Landesteile Baden-Württembergs mit Elektrofahrzeugen – das ist das Ziel, das sich die PBW, die e-mobil BW GmbH und die EnBW im Rahmen eines zukunftsorientierten Kooperationsprojekts gesetzt haben.

Inbetriebnahme der Elektrotankstelle in der Parkgarage Staatsgalerie – Foto: Fetzi Baur

Inbetriebnahme der Elektrotankstelle in der Parkgarage Staatsgalerie – Foto: Fetzi Baur

Im Rahmen dieses Projekts stellt die PBW (Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg mbH) ihren Parkraum zur Errichtung von Elektrotankstellen zur Verfügung. Besitzer von Elektrofahrzeugen sollen künftig quer durch Baden-Württemberg reisen und in den Reisepausen ihr Fahrzeug bequem in Parkierungsobjekten der PBW auftanken können.

Startschuss in der Parkgarage Staatsgalerie in Stuttgart

Die erste Elektrotankstelle des Infrastrukturprojekts wurde Ende Oktober in der Parkgarage Staatsgalerie in Stuttgart eingeweiht. In feierlichem Rahmen nahmen der baden-württembergische Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid, Dr. Dirk Mausbeck, Vorstandsmitglied der EnBW, und Dr. Franz Krappel, Geschäftsführer der PBW, die Ladestation in Betrieb. Mit der Veranstaltung ging zugleich die erste Projektphase zu Ende, in der innerhalb kurzer Zeit in PBW-Parkierungseinrichtungen in Stuttgart, Esslingen und Karlsruhe 14 Elektrotankstellen installiert wurden.

Strom ohne Emission: Wirtschaftsminister Nils Schmid vor der neuen Elektrotankstelle – Foto: Fetzi Baur

Strom ohne Emission: Wirtschaftsminister Nils Schmid vor der neuen Elektrotankstelle – Foto: Fetzi Baur

„Elektromobilität soll im Land zum Alltag werden: Mit der passenden Ladeinfrastruktur wird Baden-Württemberg ein ‚lebendiges Schaufenster’ für effiziente, integrierte und nachhaltige Mobilitätskonzepte“, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid. Auch hob der Minister den besonderen Einsatz der PBW im Rahmen des Projekts hervor: „Deshalb bin ich sehr froh, dass wir mit dem Engagement der PBW ein deutliches Signal senden können. Baden-Württemberg ist in Sachen Elektromobilität herstellernah, technologisch und konzeptionell innovativ.“

Faire Lastenteilung

Lobende Worte für das zukunftsorientierte Projekt fand auch Dr. Dirk Mausbeck. Er betonte die hervorragende Zusammenarbeit der PBW und der EnBW: „Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen uns: Allein über den Stromverbrauch sind Aufbau und Betrieb einer öffentlichen Ladeinfrastruktur auch auf lange Sicht nicht wirtschaftlich darstellbar. Der Ausbau kann daher nur im Verbund mit mehreren Partnern und bei einer fairen Lastenteilung funktionieren. In der Kooperation zwischen der EnBW und der PBW gehen wir jetzt erstmals diesen Weg. Das ermutigt uns weiterzumachen.“

Der Geschäftsführer der PBW verdeutlichte den zahlreichen Veranstaltungsteilnehmern aus Politik und Wirtschaft das langfristige Ziel des zukunftsorientierten Projekts: „Wir wollen mit der Ausrüstung der landeseigenen Parkhäuser die Erreichbarkeit aller Landesteile mit Elektrofahrzeugen sicherstellen“, so Dr. Franz Krappel.

Highlight für die Gäste der Feierstunde in Stuttgart: Sie durften mehrere Elektrofahrzeuge bei einer Probefahrt testen. Dieses Angebot nahmen viele Teilnehmer gerne wahr und saßen vielfach zum ersten Mal in einem echten Elektrofahrzeug.

Zweite Projektphase in vollem Gang

Smart noch smarter: Projektpräsentation vor der Stuttgarter Staatsgalerie – Foto: Fetzi Baur

Smart noch smarter: Projektpräsentation vor der Stuttgarter Staatsgalerie – Foto: Fetzi Baur

Für die zweite Projektphase sind die Planungen bereits in vollem Gang. Die PBW hat die Errichtung 14 weiterer Ladestationen mit der EnBW fest vereinbart: Damit sollen die landeseigenen Parkierungseinrichtungen in wenigen Monaten über insgesamt 28 Ladestationen verfügen. Schritt für Schritt will man im Ländle so eine flächendeckende Versorgung mit Elektrotankstellen zeitnah erreichen.

In der dritten und vierten Phase soll das Netz von Elektrotankstellen schließlich vervollständigt werden. Insgesamt sieht das Projekt 71 Elektrotankstellen in den landeseigenen Parkierungsobjekten vor. Teil des ganzheitlichen Konzepts sei dabei die Förderung und der Einsatz regenerativer Energien in Verbindung mit der E-Mobilität. Beispielhaft hierfür nennt die PBW das Stuttgarter Parkhaus Hofdienergarage: Auf dem Dach der Immobilie wurde eine Photovoltaikanlage errichtet. Der damit erzeugte Strom soll über die Stromtankstellen der Garage auch das Elektrodienstfahrzeug der PBW mit regenerativ erzeugter Energie versorgen. (mar)