Parkraum-Management · Konzeption · Technik
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Parken aktuell | März 2010, Ausgabe 76

Download: Parken aktuell, Ausgabe 76
 
 
 
 
 

Der Parkscheinautomat als Kunstwerk

„Willkommen in Kogata“ – Diesen Hinweis findet man nicht etwa an einem real existierenden Grenzübergang, sondern in Zukunft auf einem Parkscheinautomaten mitten im Bremer Viertel. Die BREPARK gestaltet die Parkscheinautomaten entlang des Ostertorsteinweges und Vor dem Steintor neu und macht daraus Kunstwerke. Jeder der 13 Automaten ist mit einer fiktiven Landesflagge und dem Namen eines ebenso fiktiven Staates beklebt.

Entworfen wurde die Motivserie von Raoul Pilcicki. Der 25-Jährige ist einer von sechs Design-Studenten, die an der Hochschule für Künste Bremen unter der Leitung von Prof. Andrea Rauschenbusch im Rahmen der praxisnahen Projektplattform „reizend Designtransfer“ Ideen für die künstlerische Gestaltung der Parkscheinautomaten entwickelt haben.

Aus den eingereichten Vorschlägen kürte eine vierköpfige Jury schließlich den Gewinnerentwurf. Die Jurymitglieder Erika Becker, Geschäftsführerin der BREPARK, Robert Bücking vom Ortsamt Mitte/Östliche Vorstadt, Anne-Catherine Caesar von der Interessengemeinschaft „Das Viertel“ e.V. und Waltraut Osterloh vom Bremer Amt für Straßen und Verkehr enthüllten den zum Kunstwerk gewordenen Parkscheinautomaten am Hohenpfad, stellvertretend für alle 13 mit Pilcickis Motivserie neu gestalteten Automaten im gesamten Viertel.

Künstlerischer Mehrwert


„Die neue Gestaltung gibt den Parkscheinautomaten über ihren rein praktischen Nutzen hinaus einen künstlerischen Mehrwert und macht sie zum Blickfang für die Parkenden, aber auch für Passanten“, erklärt Erika Becker. „Damit leisten wir einen Beitrag zur ansprechenden Gestaltung des Viertels, in dessen kulturell und kreativ geprägte Atmosphäre die neuen Kunstobjekte hervorragend passen“, so Becker weiter. Der Designer Raoul Pilcicki erklärt, die künstlerische Idee hinter der Motivserie sei zum Einen das Spiel mit dem Vertrauten, denn die fiktiven Landesflaggen basieren auf Elementen realer Vorbilder.

Und auch bei den Ländernamen setzt sich dieses Spiel fort: Sie sind Anagramme von tatsächlich existierenden Orten, also durch Buchstabenumstellungen entstanden. Des Weiteren beschäftigen sich die Kunstwerke mit dem Thema Grenzen: „Die Gestaltung der Automaten verweist auf imaginäre Gebiete und suggeriert abgegrenzte Bereiche, ohne diese genau aufzuzeigen. Damit laden die Automaten den Betrachter dazu ein, sich zu fragen, welche Arten von Grenzen er als gegeben hinnimmt oder inwieweit er sie hinterfragt“, so Pilcicki.

Realisierung mithilfe von Partnern 


Neben der Hochschule für Künste Bremen kooperierte die BREPARK bei der Realisierung des künstlerischen Projektes mit zwei weiteren Partnern: Der Quartier-Service Bremen reinigte die Automaten vor der Neugestaltung. Die Unternehmensgruppe H. Marahrens unterstützte das Projekt durch das Sponsoring der Folien-Herstellung, auf denen die künstlerischen Entwürfe abgebildet sind. Die BREPARK zahlte lediglich die Materialkosten.

„Wir haben das Projekt sehr gern unterstützt, denn es fängt den weltoffenen Charakter des Viertels bestens ein. Die farbenfrohe Gestaltung verbessert auf unkomplizierte Weise nicht nur das Aussehen der Parkscheinautomaten, sondern auch das Straßenbild im Viertel – eine Maßnahme, die von den ansässigen Einzelhändlern sehr begrüßt wird“, betont Janina Marahrens-Hashagen, Geschäftsführerin der Unternehmensgruppe H. Marahrens.

Weitere Informationen: www.brepark.de