Parkraum-Management · Konzeption · Technik
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Low-Cost-Carsharing ab sofort auch im Ruhrgebiet

Ab sofort bietet CiteeCar Carsharing auch im Ruhrgebiet an. In Dortmund feierten (v.l.n.r) DSW21-Vorstand Guntram Pehlke, CiteeCar-Chef Bill Jones und der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau den Start. Foto: Stadt Dortmund, Stefanie Kleemann

Ab sofort bietet CiteeCar Carsharing auch im Ruhrgebiet an. In Dortmund feierten (v.l.n.r) DSW21-Vorstand Guntram Pehlke, CiteeCar-Chef Bill Jones und der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau den Start. Foto: Stadt Dortmund, Stefanie Kleemann

Vier auf einen Streich: CiteeCar startet ab sofort in Bochum, Dortmund, Essen und Gelsenkirchen. Auch im Ruhrgebiet können umweltbewusste Autofahrer nun auf günstiges Carsharing zurückgreifen. 

CiteeCar-Chef Bill Jones: „Nach Berlin, Hamburg, München und Frankfurt am Main haben wir uns bewusst für das Ruhrgebiet als neuen Standort entschieden, da die Region für Carsharing ein hochinteressanter Markt ist. Wir glauben, dass hier der Bedarf an einer kostengünstigen Mobilitätsalternative besonders hoch ist – nicht nur für Privatleute, sondern auch für kosten- und umweltbewusste Unternehmen. Mit unserem günstigen und flexiblen Tarifmodell können wir im Ruhrgebiet sehr gut punkten“.

150 Fahrzeuge

CiteeCar bietet Carsharing flächendeckend im Ruhrgebiet an; unterstützt durch Kooperationen mit der Funke Mediengruppe, den Städten, den lokalen Verkehrsbetrieben und dem VRR. Zur Verfügung stehen zunächst 150 Fahrzeuge vom Typ KIA Rio. Der gemeinsame Start in gleich vier Städten garantiert eine großflächige Verteilung der Fahrzeuge, um möglichst vielen Menschen die Chance zu geben, ein CiteeCar in unmittelbarer Umgebung zu finden und nutzen zu können. Vorbild für CiteeCar sind die Billigflieger, die einen ganz neuen Markt geschaffen haben für Menschen, die bis dahin nie geflogen sind. Derzeit nutzen bereits weit mehr als 800.000 Menschen Carsharing in Deutschland. Für 2020 prognostiziert das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Frost & Sullivan mehr als 16 Millionen Carsharing-Nutzer auf Europas Straßen; als eines der Länder mit der stärksten Verbreitung von Carsharing wird auch Deutschland von diesem Zuwachs profitieren.

Ein CiteeCar kann montags bis freitags zwischen 0 und 17 Uhr bereits für 1 Euro pro Stunde gebucht werden (inklusive Tankkosten, Versicherung und Wartung). An den Wochenenden und werktags von 17 bis 24 Uhr werden stündlich 2 Euro fällig – maximal jedoch 25 Euro pro Tag. Der Kilometerpreis beläuft sich, in Abhängigkeit des gebuchten Pakets, auf 22 bis 29 Cent. Für alle, die ein Auto nur gelegentlich nutzen, ist CiteeCar damit eine Alternative zum teuren Privatwagen und eine gute Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr. Bei CiteeCar fallen keine monatliche Grundgebühren an. Mit dem Versicherungspaket CiteeCover können sich Mitglieder zusätzlich absichern, um auch im Schadensfall keine Mehrkosten tragen zu müssen: Für 75 Cent pro gefahrener Stunde (maximal 7,50 Euro pro Tag) kann die Selbstbeteiligung verbrauchsabhängig auf 0 Euro reduziert werden.

Kostengünstig dank „Host-Konzept“

Voraussetzung für die günstigen Konditionen ist ein stadtfreundliches Carsharing-Konzept, das von CiteeCar im Jahr 2012 neu entwickelt wurde. Das sogenannte „Host-Konzept“ spart Kosten und Ressourcen, denn es werden bereits vorhandene Kapazitäten genutzt. CiteeCars stehen überwiegend auf privaten oder gewerblichen Parkplätzen, die von sogenannten „Hosts“ zur Verfügung gestellt werden. Die auf diesem Weg gesparten Parkgebühren werden in Form von vergünstigten Preisen bei der Fahrzeug-Miete direkt an die Mitglieder weitergegeben. Hosts sorgen als Paten der Fahrzeuge damit für die notwendigen Stellplätze. Als Dankeschön erhalten sie von CiteeCar Freifahrtkontingente und Vorteile bei der Versicherung. Der Vorteil ist, dass die CiteeCars genau dort stehen, wo sie gebraucht werden – direkt in der Nachbarschaft. Die von den Hosts gehüteten CiteeCars können von den Nutzern spontan vor der Fahrt oder bis zu drei Monate im Voraus gebucht werden. Eine persönliche Fahrzeugübergabe ist dank der CiteeCard nicht notwendig: Mit ihr lässt sich jedes CiteeCar öffnen. Wer ein CiteeCar bucht, fährt von A nach B und zurück, das heißt eine CiteeCar-Fahrt wird an der Heimatstation des Fahrzeuges beendet.

„Mit unserem ressourcenschonenden Host-Konzept und dem Low-Cost-Ansatz hoffen wir, auch im Ruhrgebiet die Menschen von CiteeCar begeistern zu können. Wir sind zuversichtlich, dass sich Carsharing als Ergänzung zu Bus und Bahn dort schnell etablieren wird. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass gerade in den Ballungsräumen mehr Menschen auf ein eigenes Fahrzeug verzichten“, erläutert Andreas Nelskamp, Commercial Director bei CiteeCar. Das luxemburgische Carsharing-Unternehmen sieht sich als Ergänzung und nicht als Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr. Auch deshalb erhält CiteeCar große Unterstützung der beteiligten Städte, des Verkehrsbundes Rhein-Ruhr (VRR) und der lokalen Verkehrsgesellschaften BOGESTRA, DSW21 und EVAG.