Parkraum-Management · Konzeption · Technik
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Wohin mit dem Drahtesel?

Automatisches Fahrradparken im WÖHR Cycle

Automatisches Fahrradparken im WÖHR Cycle

Mit der wachsenden Zahl an Fahrrädern steigt auch der Bedarf an Stellplätzen: in Innenstädten, an Bahnhöfen, Schulen oder Büro- und Geschäftshäusern. Mit ihrem Fahrrad-Parkhaus bietet die Otto Wöhr GmbH jetzt eine Lösung, mit der Fahrräder raumsparend und diebstahlsicher verstaut werden können.

Fahrradfahren attraktiv zu machen, ist Bestandteil der Mobilitätskonzepte von Bund, Land und Gemeinden. Ob in der Verkehrspolitik oder in der Stadtentwicklung: Infrastrukturplaner haben die Fahrradfahrer fest im Blick. Nicht nur, dass allerorten neue Radwege entstehen, auch die Frage nach dem Parken des Rads ist Bestandteil der Überlegungen. So haben einige Bundesländer bereits auf die neue Mobilitäts-Nachfrage reagiert und die Anforderung nach Fahrradstellplätzen in ihre Landesbauordnungen (LBO) aufgenommen. Vor allem an Plätzen, an denen viele Fahrräder abgestellt werden, wie an Bahnhöfen, Schulen, Sportarenen oder großen Geschäftshäusern, sind neue Lösungen gefragt, denn häufig ist nicht genügend Raum verfügbar.

Die Otto Wöhr GmbH, Hersteller von Auto-Parksystemen aus Friolzheim, hat sich jetzt dieses Themas angenommen. Die neue Technologie, die im Januar erstmals auf der Weltleitmesse Bau 2015 präsentiert wurde, heißt Wöhr Cycle und bietet Städten, Gemeinden und privaten Bauherren eine Lösung des Platzproblems. Das automatische Parkhaus für Fahrräder schafft als Turm- oder Schachtversion bis zu 128 Fahrrad-Stellplätze. Alle gängigen Fahrradtypen sowie Pedelecs mit einem maximalen Gewicht bis zu 30 Kilo ließen sich darin sicher und platzsparend unterbringen, so der Hersteller. Personal sei nicht notwendig: Der Nutzer stellt sein Fahrrad auf einer Art Radschiene im Übergabebereich ab und bestätigt das Parken am Bedienterminal. Das Fahrrad wird automatisch in den Park-Turm eingezogen und das Tor schließt sich. Wird das Fahrrad wieder abgeholt, steht es nach der entsprechenden Eingabe am Bedienteil innerhalb von zirka 16 Sekunden in Ausfahrtrichtung bereit. Entsprechend der unterschiedlichen Anforderungen stellt Wöhr verschiedene Bedienkonzepte bereit. An öffentlichen Plätzen lässt sich ein Kassenabrechnungssystem installieren, über das die Parkgebühren per EC-Karte, Kreditkarte, Smartphone-App oder Prepaid-Karte bezahlt werden können. Beim Einsatz in Wohn- oder Bürogebäuden erhält dagegen jeder Nutzer einen eigenen Chip, mit dem sich das Ein- oder Auslagern des Fahrrads am Bedienterminal anwählen lässt. „Wir sind sicher, dass sich das Stellplatzproblem für Fahrräder in Städten und an Plätzen mit hohem Aufkommen in Zukunft noch verschärfen wird“, sagt Wolfgang Lenke, Geschäftsführer von Wöhr. „Unser Fahrradparkhaus ist eine auch optisch attraktive Lösung, die hier Abhilfe schaffen kann.“ Kleiner, aber angenehmer Nebeneffekt: Wer sein Fahrrad im Parkhaus abstellt, könne sicher sein, dass es vor Vandalismus und Diebstahl geschützt ist.