Parkraum-Management · Konzeption · Technik
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Elektromobilität nimmt Fahrt auf

Die Technik elektrischer Antriebe wird besser und die Kapazität der Batterien steigt, bei gleichzeitig sinkenden Kaufpreisen. Ob reine Elektrofahrzeuge oder Plug-In-Hybride, immer mehr Hersteller bringen wieder aufladbare Fahrzeuge auf den Markt. Jedoch scheut sich die breite Masse noch, vom seit über hundert Jahren etablierten Verbrennungsmotor auf einen elektrischen Antrieb umzusteigen.

Durch die Wallbox geht kein Platz im Innenraum des Parkhauses verloren.

Durch die Wallbox geht kein Platz im Innenraum des Parkhauses verloren.

Dies liegt vor allem an der gegenwärtig noch verhältnismäßig geringen Reichweite der Elektrofahrzeuge mit einer Akkuladung. GOLDBECK sieht sich, was diese Problematik angeht, als einen der Wegbereiter der Elektromobilität: Durch den Bau seiner Parkhäuser und der damit verbundenen Realisierung tausender Stellplätze jährlich hat man großen Einfluss auf ein entscheidendes Akzeptanzproblem, den Mangel an Lademöglichkeiten.

Dass ein Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland erforderlich ist, zeigt alleine schon der Blick auf die Zahl der öffentlichen Ladestationen: Während in Deutschland rund 4.000 Ladestellen für Elektroautos zur Verfügung stehen, sind es im wesentlich kleineren Nachbarland Niederlande schon rund 6.000. Möchte Deutschland an seinem politischen Ziel festhalten, auf Dauer Leitmarkt sowie Leitanbieter für Elektrofahrzeuge zu werden, muss sich die Anzahl der Ladepunkte für Elektroautos in naher Zukunft vervielfachen, um den wachsenden Bedarf zu decken. Neben Parkstationen am Straßenrand und der heimischen Garage bieten vor allem Parkhäuser hier viel Potenzial für den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Das Auto kann bequem mit Strom „betankt“ werden, während der Fahrer arbeitet oder einkauft.

Kostengünstige Wallboxen für Parkhäuser
GOLDBECK, laut eigenen Angaben Marktführer im Parkhausbau seit über 25 Jahren, hat zusammen mit dem inhabergeführten Familienunternehmen Walther-Werke – ein Unternehmen der Elektromobilität – eine kostengünstige Wallbox entwickelt, welche speziell für die Montage an den Trägerprofilen des Parkhauses geeignet ist. Eine Standsäule kam nicht in Frage, da sie den hohen Parkkomfort im stützenfreien Innenraum der GOLDBECK-Parkhäuser reduziert hätte. Das neue Modell habe den großen Vorteil, dass im Gegensatz zu anderen am Markt verfügbaren Varianten zwei Fahrzeuge gleichzeitig an einer Wallbox laden können. Das senke die Kosten für die Montage und Inbetriebnahme, minimiere die Menge der zu verlegenden Erdkabel und Netzwerkanschlüsse und halbiere die Anzahl preisintensiver Gehäusehüllen. Auch die notwendige Hardware für die Steuerungsintelligenz könne so verringert werden.

Bei der elektrischen Anschlussleistung bietet die Wallbox Wahlfreiheit: Der Kunde kann sich zwischen einer haushaltsüblichen 3,6 Kilowatt Schuko-Steckdose oder der für Elektrofahrzeuge standardisierten 11 beziehungsweise 22 Kilowatt starken Typ-2-Ladebuchse entscheiden. Ein BMW i3 mit einer 18,8 kWh-Batterie kann laut GOLDBECK in der „Basic“-Variante (3,6 kW) in circa sieben Stunden vollständig geladen werden, in den beiden anderen Wallboxversionen („Future light“ und „Future“) in nur zwei beziehungsweise einer Stunde.

Flexibles Anmeldesystem
Auch die An- und Abmeldung an der Wallbox ist variabel konfigurierbar. Mitarbeiter können im Parkhaus des eigenen Unternehmens den Ladevorgang an der Wallbox mit einem handlichen Schlüssel starten und beenden. Der Ladevorgang kann aber auch mit der Mitarbeiterkarte oder mit dem Firmenausweis gestartet werden. Das IT-System erfasst dann alle Ladevorgänge des jeweiligen Mitarbeiters und die anfallenden Kosten können schließlich über den monatlichen Lohn abgerechnet werden. In einem öffentlichen Parkhaus erfolgt die Abrechnung mit dem Parkticket. Das am Eingang gezogene Parkticket schaltet die Wallbox frei. Der Kunde bezahlt dann am Ende des Aufenthalts die Kosten für Parken und Aufladen bequem in einem Vorgang am Automaten.

Fest steht: Bauherren sowie Parkhausbetreiber sollten sich mit dem Thema Lade­infrastruktur auseinandersetzen, um rechtzeitig ihre Immobilie für die Teilelektrifizierung der Mobilität vorzubereiten. So können Betreiber bereits heute die wachsende Kundengruppe der Elektroautofahrer für sich gewinnen und müssen später die Parkhäuser nicht kostenaufwendig nachrüsten. GOLDBECK bietet seinen Kunden mit der neuen Wallbox die Möglichkeit, sich auf das elektrische Mobilitätszeitalter einzustellen.

Über den Autor: Fabian Lenz ist Projektmanager Innovation bei der GOLDBECK New Technologies GmbH.

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Fabian Lenz ist Projektmanager Innovation bei der GOLDBECK New Technologies GmbH.