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Indigo: Individuell und vernetzt

Das höchst gelegene Parkhaus Deutschlands am Feldberg von Indigo. Foto: Foto: Indigo

Indigo präsentierte die Zukunft des vernetzten Parkens auf der EXPO REAL in München mit der Vorstellung ihres eMobility-Projekts in Leipzig. Parken aktuell sprach mit Gérard Jeitz, Geschäftsführer der Indigo Park Deutschland GmbH.

Parkplatzsuche mit Hindernissen war gestern – das vernetzte Parken weist den Weg in die Zukunft, so zumindest stellen es sich die digitalen Protagonisten der Parken Branche vor. Indigo, eines der weltweit größten Unternehmen für Parkraumbeschaffung und -bewirtschaftung, präsentierte auf der Immobilienmesse EXPO REAL in München, wie Autofahrer zukünftig durch die neuen Park- und Mobilitätslösungen schneller ans Ziel kommen und von zusätzlichen Services profitieren könnten. Aktuelles Beispiel, das exklusiv auf der Messe vorgestellt wurde, ist das Pilotprojekt „eMobility“ in der Stadt Leipzig, bei dem das moderne Parkhaus von Indigo jetzt zusätzlich mit neuartigen Elektro-Ladestationen und der entsprechenden Infrastruktur für eCars ausgestattet werden soll.

Parkhaus als Mobilitäts-Hub

Von der Parkplatzreservierung im Voraus per App über bargeldloses Bezahlen, Zusatzservices wie Carsharing oder E-Bike-Verleih bis hin zu kostenlosen Informationen zu den Einkaufsmöglichkeiten und Events vor Ort: Indigo will Parken zum nutzerfreundlichen Erlebnis machen. Innovative Technologien sollen den Parkvorgang so einfach wie möglich gestalten und die Kommunen und den Handel beleben, indem sie das Parkhaus mit den Geschäften und Einrichtungen vor Ort verbinden. So soll es laut Indigo zum Knotenpunkt der städtischen Mobilität werden.

Auf der EXPO REAL zeigte Indigo ihre neuesten Technologien und viele Praxisbeispiele. Neben dem erwähnten Projekt in Leipzig zählte dazu auch das höchstgelegene deutsche Parkhaus am Feldberg mit Mobilitätslösungen für Wanderer und Skifahrer. Die Messebesucher konnten sich mittels Videopräsentationen über die Möglichkeiten des vernetzten Parkens informieren und ihre spezifischen Anforderungen mit den Experten am Stand von Indigo besprechen.

„Immer mehr Städte, Kommunen und Unternehmen erkennen, dass das vernetzte Parken zum Erfolgsfaktor wird. Denn größtmögliche innerstädtische Mobilität gepaart mit individuellem Nutzerkomfort werden den Ausschlag dafür geben, für welchen Parkplatz an welchem Ort sich die Autofahrer künftig entscheiden“, so Gérard Jeitz, Geschäftsführer der Indigo Park Deutschland GmbH.

Unterschiedliche Anforderungen je nach Standort

Jeitz betonte gegenüber Parken aktuell jedoch auch, dass die Anforderungen und Kundenwünsche je nach Land, Region und Stadt höchst unterschiedlich seien. „Jedes Parkhaus ist anders“, so der Geschäftsführer. Als international führender Parkhausbetreiber sei Indigo jedoch in der Lage, seine jeweiligen Erfahrungen aus verschiedenen Standorten positiv zu nutzen.

Gleichzeitig gelte es, die Angebote für den Kunden so einfach wie möglich zu gestalten. Gerade bei den Bezahllösungen sei das schwierig, da international diverse Methoden existierten. Das Bezahlen per App sei beispielsweise in den Beneluxländern, Frankreich und Großbritannien schon weit verbreitet – im Gegensatz zu Deutschland. Hier wollten viele Kunden nach wie vor bar bezahlen. Dennoch strebe Indigo eine international einheitliche Plattform für seine Parkhäuser an.

Befragt zur Elektromobilität, sagt der Indigo-Geschäftsführer: „Die Zeit dafür ist reif.“ In Luxemburg betreibe er bereits seit drei Jahren Ladestationen. Allerdings bestünden auch hier noch keine einheitlichen Geschäftsmodelle. Vielfach könnten Kunden ihre Elektroautos noch kostenlos an den öffentlichen Stromtankstellen nachladen.

Grundsätzlich sei Indigo bestrebt, sich auch in Deutschland weiter zu entwickeln. Allerdings wolle man bescheiden bleiben und erst einmal die bestehenden Objekte „anständig betreiben“. Mit der Konkurrenz sieht Gérard Jeitz keine Probleme: „Der Markt ist groß genug.“