Parkraum-Management · Konzeption · Technik
Parken aktuell Newsletter abonnieren und keine Neuigkeiten mehr verpassen:
1 Pixel Gif

Goldbeck erhält Auftrag für Deutschlands größtes Parkhausprojekt

Bei der Vertragsunterzeichnung: (v.l.) Wolfgang Lohde (Geschäftsführer und technischer Leiter, Fraport Ausbau Süd GmbH), Bärbel Bachmann (Projektleiterin, Fraport Ausbau Süd GmbH), Rainer Stürze (Goldbeck-Projektleiter), Jürgen Herdt (Goldbeck-Verkaufsingenieur) und Gerald Krebs (Leiter Parkraummanagement der Fraport AG). Foto: Goldbeck

Am größten deutschen Flughafen soll bis 2023 ein drittes Terminal fertiggestellt sein. Goldbeck erhielt jetzt vom Frankfurt Airport den Auftrag, dort ein Parkhaus mit 8.500 Stellplätzen zu bauen. Dies sei das aktuell größte Parkhausprojekt im Land.

Am neuen Terminal 3 des Frankfurter Flughafens sollen im Zuge des Flughafenausbaus insgesamt 8.500 neue Pkw-Stellplätze entstehen. Das Bielefelder Unternehmen Goldbeck erhielt jetzt den Auftrag zur Realisierung eines neuen Parkhauses in unmittelbarer Nähe des Terminals. Dem Vernehmen nach ist diese Bauvorhaben das aktuell größte Parkhausprojekt in Deutschland. Auftraggeberin ist eine Tochter der Flughafenbetreibergesellschaft Fraport AG. Das neue Parkhaus und das Flughafenterminal sollen zeitgleich entstehen und bereits 2021 teilweise in Betrieb genommen werden. Geplant sind zwei je achtgeschossige gegenüberliegende Gebäudeteile, die über vier Spindelrampen miteinander verbunden sind. „Der erste Bauabschnitt wird bereits etwa 2.200 Stellplätze bieten, das gesamte Parkhaus 2023 fertiggestellt sein“, sagte Goldbeck-Verkaufsingenieur Jürgen Herdt bei der Vertragsunterzeichnung.

Tausalzbeständiger Spezialbeton

Wenn alles fertig ist, sollen zwei Fußgängerbrücken Parkhaus und Terminal miteinander verbinden. Zudem ist eine Anbindung an das Passagier-Transportsystem geplant. Teilweise werden die Stellplätze mit E-Ladestationen ausgestattet. Weitere Bereiche sollen baulich für Elektrotankstellen vorgerüstet werden. Einzelplatzerfassung und ein Farbleitsystem sollen für Orientierung sorgen und Parksuchverkehr reduzieren. Über geeignete Schnittstellen will Goldbeck die Gebäudetechnik aus der Technikzentrale des Flughafens steuern. Die Dachflächen werden begrünt, die Fassade aus Edelstahlgewebe in Kombination mit Streckmetall und triangulierten Blechen gestaltet. Goldbeck nutzt vorgefertigte Systemelemente. Diese sollen die Bauzeit reduzieren und seien weitgehend witterungsunabhängig. Für Stellplätze und Fahrgassen will Goldbeck eine spezielle Betonmischung einsetzen, die tausalzbeständig sei und eine zusätzliche Oberflächenbeschichtung überflüssig mache. „Das minimiert sowohl die Instandhaltungskosten als auch die Ausfallzeiten“, so Herdt.

Am Frankfurter Flughafen stellt Fraport nach eigenen Angaben bislang 29.600 Stellplätze zur Verfügung, davon seien 14.800 öffentlich zugänglich. Darüber hinaus bewirtschaftet das Unternehmen an der Commerzbank-Arena, im Stadtbezirk Gateway Gardens sowie am Bürogebäude „The Squaire“ weitere Parkflächen in Frankfurt, die zusammen mit dem Flughafen insgesamt 56.400 Stellplätze umfassen.

Goldbeck kennt sich durch mehrere, bereits abgeschlossene Projekte im Umfeld des Flughafens aus. Das Bauunternehmen realisierte bereits zwei Bürogebäude in Bereich Gateway Gardens, diverse Hallen und auch Parkhäuser.