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„Städtisches Parken wird einfacher und schneller“

Die drei Gründer von Peter Park: (v.l.) Patrick Bartler, Florian Schaule, Maximilian Schlereth. Fotos (2): Peter Park

Besitzer von Parkierungsflächen in Städten haben oft keine Möglichkeit, ihren Parkraum auch für externe Nutzer bereitzustellen. Das Münchner Technologie-Unternehmen Peter Park bietet hierzu eine softwarebasierte Lösung. „Parken aktuell“ sprach darüber mit den drei Gründern Maximilian Schlereth (CEO), Florian Schaule (CTO) und Patrick Bartler (COO). 

Peter Park ist in der Parken Branche noch ein recht neuer Name. Was verbirgt sich dahinter?

Maximilian Schlereth: Wir sind ein Technologie-Unternehmen mit Fokus auf digitalen und zukunftsweisende Mobilitätskonzepten. Über unsere digitale Peter Park-Plattform bieten wir Kunden Lösungen für bislang problematische Anwendungsfälle in der Parkraumbewirtschaftung an. Aus ganz gewöhnlichen Parkplätzen können so Mobility-Hubs werden, die dazu beitragen, den Flächenfraß in deutschen Städten zu stoppen. Unser Konzept ist vergleichbar mit dem von Airbnb – nur für Parkplätze. Städtisches Parken wird so einfacher und schneller.

Wie wird das konkret umgesetzt?

Florian Schaule: Wir konzentrieren uns auf schrankenlose Lösungen. Bezahlen kann der Fahrer durch Angabe seines Kennzeichens bequem per App oder am Automaten. Falls gewünscht, kann der Prozess so ablaufen, dass das Bargeldhandling komplett wegfällt. Auf Wunsch des Betreibers werden Payment-Apps, welche bereits aus dem On-Street-Bereich bekannt sind, an das System angebunden. Auch Parkscheine und -scheiben werden mit der Peter Park-Plattform überflüssig. Dabei greifen wir auf digitale Geschäftsmodelle und modernste Hardware zurück. Für die Betreiberseite bieten wir ein modulares Betriebssystem, das durch digitale Kennzeichenerkennung die Administration von Karenzzeiten, Tarifen und Parkberechtigungen einfacher macht. Über die Peter Park-Plattform kann man so etwa nachts freie Supermarktparkplätze für Anwohner bereitstellen, Carsharing-Autos im Parkhaus zulassen oder per Payment-App einen Dauerparkplatz buchen. Der Endkunde genießt einen hohen Komfort. Nicht zuletzt verbessert das Free-Flow-System den Verkehrsfluss bei der Ein- und Ausfahrt.

Kennzeichenerfassung auf einem Privatparkplatz in Erlangen, der vom Betreiber ParkRaum Management PRM GmbH bewirtschaftet wird.

Wie sehen die Rückmeldungen aus, die Sie bisher aus der Parken Branche erhalten haben?

Patrick Bartler: Durchweg positiv. In Deutschland wurden zu Beginn dieses Jahres bereits 50 Parkflächen mit unserem System bewirtschaftet. Wir sehen immense Wachstumsperspektiven im Markt. Sie ergeben sich nicht nur aus dem „klassischen“ Anwendungsfall des parkenden Pkw, sondern auch aus angeschlossenen Leistungen wie der Anbindung einer E-Ladeinfrastruktur samt Abrechnung oder auch Paketlieferungen in das parkende Auto.

In den Bereichen Parken, Mobile Payment und Internet of Things arbeiten wir zudem mit etablierten Partnern zusammen, etwa mit der Bosch-Tochter Security and Safety Things oder der Parking-App Parkster aus Schweden. Betreiberunternehmen wie die ParkRaum Management PRM GmbH aus Erlangen setzen bereits deutschlandweit auf das digitale Parksystem Peter Park.